Craniosacrale Therapie

Die Craniosacrale Therapie wurde in den 1930ern und 1940ern entwickelt. Es wurden Schädel des Menschen nach den in ihm veranlagten Bewegungsmöglichkeiten untersucht und ein Konzept entwickelt, welches den rhythmischen Fluss des Gehirnwassers tastbar macht. Dieser Rhythmus überträgt sich auf die einzelnen Knochen sowie deren Verbindungen vom Schädel (cranium) über die Wirbelsäule bis zum Kreuzbein (Sacrum).

All diese Strukturen besitzen enge Verbindungen zum Nervensystem (Hirn- und Spinalnerven), zum Hormonsystem (Hypophyse zbd Hypothalamus), zum Muskelskelett-, Gefäß-, und Organsystem. Diagnose und Therapie in der Craniosacralen Therapie orientieren sich maßgeblich am craniosacralen Rhythmus.

Dieser Rhythmus ist - wie Herzschlag und Atem - ein eigenständiger Körperrhythmus mit einer Frequenz von ca. 7 - 14 Zyklen pro Minute. Er kommt mutmaßlich durch die an- und abschwellende Bewegung des Gehirnwassers zustande.

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Durch gezielte Palpation (Tastung) kann der Therapeut die craniosacralen Bewegungen am Schädel und am ganzen übrigen Körper wahrnehmen und so Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit des Systems lokalisieren. Zur Behandlung wird mit sehr sanften, aber spezifischen Techniken, der freie Fluss in den eingeschränkten Strukturen wieder hergestellt.


Durch Craniosacrale Therapie lässt sich oftmals eine positive Beeinflussung von Erkrankungen und Symptomatiken des zentralen Nervensystems feststellen. Craniosacrale Therapie kann eine allgemeine Stärkung der Vitalfunktionen und einen Ausgleich bei Spannungszuständen bewirken.




Allgemeine Anwendungsbeispiele für eine Behandlung mit Craniosacraler Therapie

  • Akute und chronische Schmerzen
  • Unfallfolgen (Schleudertraumata)
  • Sportverletzungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Wirbelsäulenerkrankungen
  • Kiefergelenksproblematiken
  • Nachsorge bei zahnärztlichen oder kieferorthopädischen Eingriffen
  • Migräne, Tinnitus
  • Vigor (Schwindelanfälle)
  • Depression und Prüfungsangst
  • Hormonstörungen z.B. während der Menopause
  • Ausgleich von vegetativen Ungleichgewichten
  • positiver Einfluss auf Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Nervensystemerkrankungen
  • Nachsorge bei Schlaganfall, Schädel-/Hirnverletzungen
  • Entwicklungsstörungen von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen